150 Spenden zum 150. Geburtstag

Raiffeisenbank Volkach-Wiesentheid spendiert 37.500 Euro an Vereine und Institutionen aus der Region

(Foto: Günter Streit; weitere Bilder hier)

Prichsenstadt

Das gibt es auch nicht alle Tage: Zum 150. Geburtstag teilte die Raiffeisenbank Volkach-Wiesentheid kräftig aus. Die Bank spendete bei ihrer Jubiläumsfeier in Prichsenstadt insgesamt 37.500 Euro an 150 Vereine und Institutionen aus der Umgebung. Sie alle bekamen 250 Euro überreicht.

"150 Jahre, 150 Spenden für die Region", lautete das Motto. Ihre Geburtstagsfeier mit den zahlreichen Gästen ließ die Bank zudem von der fränkischen Gruppe "häisd ´n´ däisd vomm Mee" untermalen, die mit Musik und Klamauk auch mal die Banker auf die Schippe nahmen.

Als Ort für die große Feier hatte das Geldinstitut Prichsenstadt ausgesucht, denn dort befindet sich der Ursprung von einer der ältesten Genossenschaftsbanken in Bayern. Deren Beginn war nämlich die Gründung des "Creditvereins Prichsenstadt" im Jahr 1866, auf den die beiden Vorstände Roland Rössert und Martin Weber in der Veranstaltung eingingen. Hermann Schulze-Delitzsch und später Friedrich Wilhelm Raiffeisen legten als Sozialreformer den Grundstein für ein Erfolgsmodell. Im Interview mit Moderator Marco Maiberger stellten Rössert und Weber Gründung, Intention, markante Jahreszahlen und Punkte sowie das heutige Bild der Bank vor.

Sie hoben zudem die Vorteile einer Genossenschaftsbank hervor, wie etwa die Nähe zu den Kunden trotz der Digitalisierung. Als "ein solides, mittelständisches Bankhaus und damit auch ein zuverlässiger Partner des Mittelstandes" skizzierte Rössert das Bild. Weber wagte einen Blick voraus. Ob es in zehn oder 15 Jahren noch die Bank vor Ort gebe, wurde er beispielsweise vom Moderator gefragt. Da sei er relativ sicher, jedoch sei die Zahl der Bankstellen wie auch der Grat der Technisierung schwer vorhersehbar. Das Online-Geschäft nehme immer breiteren Raum ein.

Seit 2004 im großen Verbund

Im Jahr 2004 fusionierten die Raiffeisenbanken Volkach und Wiesentheid. Sie betreiben aktuell neben den Hauptsitzen zwölf Zweigstellen. Mit den Spenden an die Vereine und Institutionen handelt das Kreditinstitut zum Jubiläum getreu dem Leitsatz "Aus der Region - für die Region". Das Geld stammt aus dem aktuellen Losbestand des Gewinnsparens, wo die Raiffeisenbank pro Los je 25 Cent in den Spendentopf wirft.

Flächendeckend wolle man möglichst viele Institutionen und Vereine unterstützen, führte Direktor Weber aus. Bedacht wurden 30 Sportvereine, 29 Feuerwehren, je 18 Kindergärten und Musikvereine, je elf Gemeinden und Pfarreien, acht Heimat- und Dorfvereine, sieben Soldatenkameradschaften, sechs Schützenvereine sowie fünf Sozial- und Kulturvereine.

Stellvertretend für die Beschenken dankten Harald Erhard vom Roten Kreuz, Martin Ebert von der Feuerwehr und Wiesentheids Bürgermeister Dr. Werner Knaier. Sie alle hoben die Raiffeisenbank als wichtige Institution vor Ort hervor, die stets auch ein offenes Ohr für gemeinnützige Zwecke habe.

In zwei Teilen durften dann die Musiker von "häisd 'n' däisd vomm Mee" für die Umrahmung des Festabends sorgen. Die sechs Herren sorgten mit ihren fränkischen Liedern und Geschichten für beste Stimmung im Saal.